So. 24.05. (Pfingsten) – Chester – Liverpool – 54 km/140 Hm

6.28 – Gut geschlafen, keine Krämpfe, kein Kopfweh. Wolkenloser Himmel draußen.

Gestern Abend habe ich, statt zu lesen, den Film «King Otto» gesehen. Spannende Doku darüber, wie Otto Rehagel 2004 die griechische Nationalmannschaft zum Europameistertitel geführt hat.

8.30 Uhr – Im Riverside-Zimmer habe es drei Tassen Kaffee, Müsli, Baguette mit Käse: ein leckeres Frühstück!

Alles ist gepackt, mal sehen, ob schon jemand im Pub ist, da Rosinante in der Vorratskammer übernachtet hat.

8.39 Uhr – Die junge Putzfrau war mit ihren zwei Kindern im Pub. Rosinante hat sich anscheinend gut benommen. Los geht’s.

Heute fahre ich ans Meer und etwas um die Ecke. Den River Mersey quere ich mit der stündliche fahrenden Fähre.

8.53 Uhr – Hier findet heute einer der landesweit mehreren «Race for Life»-Marathons als Spendenaktion für die Krebsforschung statt. Habe den netten jungen Mann, der auf der Kreuzung steht angesprochen.

An dieser Ecke der Stadtmauer stoße ich wieder auf den Kanal, dem ich jetzt westwärts folge.

9.05 Uhr – Hier verlasse ich den Kanal und fahre über die Brücke Richtung Meer.

9.14 Uhr – Auf einer alten Bahntrasse.

9.18 Uhr – Ich überquere die Grenze zu Wales.

9.47 Uhr – Marschland. Im Hintergrund Geläut, das genauso klingt wie in Taizé.

Ich fuhr an den beiden auf dem Foto vorbei und hörte das Wort Café. Hab sie unterbrochen und gefragt, wo es eines gibt. Noch etwa zehn Minuten!

Burton Marsh.

9.58 Uhr – Das angekündigte Radler-Café!

Großartig! Ziehe jetzt wegen der intensiven Sonne in den Schatten um. Der Karottenkuchen ist total lecker.

10.31 Uhr – Das wird heute wohl auch eher ein Pausentag. Langsam mal wieder los in den kühlenden Fahrtwind.

11.17 Uhr – Weiter auf der (langweiligen) Bahntrasse mit vielen Bänken mit Aussicht auf den River Dee. An Flint, der Hauptstadt der Flintshire, die auf der anderen Seite des Ufers liegt, bin ich schon etwas vorbei.

Sehr angenehme Temperatur hier im Schatten der Bäume, die rechts und links der Trasse stehen.

11.34 Uhr – Die Mündung des River Dee in die irische See. Irgendwo dahinten liegt die Isle of Man und noch etwas weiter Irland.

12.00 Uhr – Am Strand in Hoylake bei West Kirby.

12.06 Uhr – Ich habe mich nach einiger Zeit der Unentschlossenheit nun für diese Bank hier entschieden. Hier gibt es Kaffee, Baguette mit Käse und etwas Müsli. Ich bin nun in etwa an der Westspitze der Halbinsel zwischen den Flüssen Dee und Mersey. Ab hier fahre ich gen Osten auf Liverpool zu.

12.44 Uhr – Der Wind, der vom Meer kommt, ist kalt Auf der riesigen Sandfläche wird gewandert und geritten. Wellen bzw. Brandung kann ich von hier aus gar nicht sehen, so weit ist das Wasser weg.

Ich breche mal wieder auf, zum Aufwärmen.

Könnte ein Schwimmbad sein, vielleicht im Sommer.

In der Ferne die Hafenanlagen von Liverpool.

Burg mit Golfplatz

Der sandige Abschnitt ist heikel, geht aber.

13.25 Uhr – Strandbetrieb. Es wird voller.

13.46 Uhr – Hier wird es richtig voll. Ich würde gerne die Fähre um 14.20 Uhr kriegen.

13.56 Uhr – Die Skyline von Liverpool. Endlich Rückenwind und 30 km/h.

14.08 Uhr – Punktlandung! Zuerst bin ich am Eingang des Terminals vorbeigefahren. Aber eine Dame, die ich fragte, zeigte mir den Eingang.

Mit Concession (über 60) kostet die Kreuzfahrt £6,50. Sie dauert dreißig Minuten.

Hier gibt es auch saubere Toiletten. Die letzten Stunden war es teils ziemlich heikel, einen einigermaßen angemessenen Ort zu finden.

Sehr schön bunt ist die Fähre. Und voller Menschen.

Nur drei Räder.

14.26 Uhr – Wirklich eine kleine Kreuzfahrt.

Das Fährfoto, genau wie in …… und in …….

Kathedrale auf einem Hügel.

Die bemalten Schiffe nennt man Dazzle Ships.

Die Fähre fährt ein Stück den Mersey rauf und wieder runter, damit man die Skyline von Liverpool ausgiebig bewundern kann.

Für den Autoverkehr gibt es zwei Tunnel.

Beatles-Denkmal.

Mit Hintergrundmusik, «Ferry across the Mersey».

Links Royal Liver Building, in der Mitte das Cunard Building und rechts das Port of Liverpool Building.

15.41 Uhr – Nach einem längeren Telefonat mit Zuhause fahr ich jetzt zur nahen Unterkunft.

15.49 Uhr – Ankunft.

16.50 Uhr – Wir sind im zweiten Stock. Der Aufstieg war gar nicht so einfach. Die Dame aus dem Pub sagte mehrfach «Luv» zu mir, vor allem, als es darum ging, das Rad hochzubuxieren, und den Schlüssel nicht zu verlieren. Im Pub ist sie sicher einiges gewöhnt.

Es liegen Ohrstöpseln bereit. Ich nehme mal an wegen der lauten Klimaanlage, die in der Nähe meines Fensters vor sich hin surrt. Etwas besser als die laute Musik vorgestern, aber gut, dass ich die Stöpsel habe. Nebenbei trinke ich einen Kaffee zur Belebung. Nach habe ich keinen Plan für die Spazierrunde durch die Stadt.

Rathaus.

Radio City Tower.

Wow, ein Grieche. Es gibt Moussaka und Pastitsio. Da gehe ich nachher hin!

China Town.

Die neugotische Kathedrale, 1904 begonnen, 1978 fertiggestellt. Sir Giles Gilbert Scott, der Architekt, hat auch die roten englischen Telefonzellen entworfen. Eine davon steht in der Kirche.

Sehr hoher und weiter Raum. Fühlt sich etwas an, wie die Sagrada Familia.

Diese Altarwand erinnert mich auch an spanische Kirchen.

Blick zum Westfenster. Die Kirche ist 188,7 m lang, die Höhe des Mittelschiffgewölbes beträgt 36,5 m. Das sind enorme Ausmaße. Der Bau erfolgte fast ausschließlich mit lokalem Sandstein.

Das Westfenster.

Um 18 Uhr wurde die Kirche geschlossen.

Gegenüber gibt es eine schöne typische Reihenhausstraße.

Die Pubs sind voll und meist gibt es Livemusik.

Das Bluecoat ist das älteste Gebäude der Innenstadt. Es wurde 1717 als Armenschule eröffnet.

19.32 Uhr – Das Pastitsio lässt mich von Kreta träumen. Der griechische Salat ist lecker, die ebenfalls griechische Limonade auch.

Weil der Tag so kalorienarm war, nehme ich noch Baklava.

Das Baklava war leider nicht so lecker.

Die Toilette ließ sich nicht abschließen: Das habe ich auch in Athen schon erlebt, und der griechische Kollege hat mir auf Nachrage erklärt, dass das doch völlig normal und kein Problem sei.

21.03 Uhr – Ich war noch beim Tesco und habe mir einen Apfel geholt für die beiden Müslis morgen (Frühstück und Mittagessen). Ja, ok, auch eine Tüte Erdnüsse und eine Dose Cidre, als Absacker, morgen ist ja Spring Bank Holiday in England.

Aus «Loverpool» in der Beitragsüberschrift habe ich noch Liverpool gemacht. Schade eigentlich.

Alles weitere morgen. Gute Nacht!

3 thoughts on “So. 24.05. (Pfingsten) – Chester – Liverpool – 54 km/140 Hm”

  1. Lieber Leonhard, es freut mich dass es in good old England auch einen wohlgesonnen Wettergott gibt. Immer wieder schöne Bilder. TOP

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